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Projekt in Analyse

Sí-Backhaus – Internationales Backhaus

Projekt

Dein Dorf hat keinen Bäcker mehr?

In vielen Dörfern verschwinden Bäckereien und traditionelle Backstuben. Damit verschwinden nicht nur lokale Angebote, sondern auch Wissen, Rezepte und handwerkliche Fähigkeiten rund um das Brotbacken, die über Generationen weitergegeben wurden. Das Sí-Backhaus soll einen neuen gemeinschaftlichen Weg ermöglichen. Das Sí-Backhaus ist keine klassische Bäckerei und kein Verkaufsbetrieb. Es wird von einer Gemeinschaft bzw. einem Verein genutzt. Mitglieder backen gemeinsam Brot für den eigenen Bedarf, lernen voneinander und geben traditionelles Wissen weiter.

Vom Getreide zum eigenen Brot Regionales Getreide kann über kooperierende Landwirte bezogen, gemeinschaftlich gelagert und bei Bedarf selbst gemahlen werden. Sauerteig und Brotteig können die Mitglieder zu Hause vorbereiten und zum gemeinsamen Backtag mitbringen. Im traditionellen Holzbackofen können – abhängig von der Ofengröße – etwa 30–40 Brote pro Ofencharge gebacken werden. Durch mehrere Ofenchargen sind an einem Backtag entsprechend größere Mengen möglich. Bei entsprechender Mitgliederzahl können verschiedene Gruppen an mehreren oder allen Tagen der Woche rotierend backen. Menschen mit Erfahrung im Bäckerhandwerk können ihr Wissen weitergeben: vom Sauerteig über die Teigführung und das Mahlen bis zur richtigen Führung eines traditionellen Holzbackofens.

Traditionelles Wissen erhalten Das Sí-Backhaus soll ein Ort sein, an dem regionale Backtraditionen nicht nur dokumentiert, sondern praktisch weitergeführt werden. Alte Brotrezepte, regionale Getreidesorten, Sauerteigkulturen und traditionelle Backverfahren können von erfahrenen Bäckern und Mitgliedern an andere Menschen weitergegeben werden. So bleibt Wissen erhalten, auch wenn es vor Ort keine traditionelle Bäckerei mehr gibt.

Tradition und moderne Technik verbinden Das Sí-Backhaus verbindet traditionelles Brotbacken mit moderner Wasser-, Wärme- und Energienutzung. Die beim Betrieb vorhandene Wärme soll möglichst sinnvoll genutzt werden, anstatt sie ungenutzt an die Umgebung abzugeben. Sie kann beispielsweise für das Gebäude und das Sí-Water-System weiterverwendet werden. Regenwasserspeicherung, Wärmenutzung und Energieversorgung werden bereits bei der Planung des jeweiligen Standorts berücksichtigt. Der traditionelle Holzbackofen bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil des Backhauses. Moderne Technik soll das traditionelle Backen unterstützen, nicht ersetzen.

Ein gemeinschaftlich finanzierbares Modell Das Sí-Backhaus soll nicht vom täglichen Verkauf von Brot abhängig sein. Die Infrastruktur wird gemeinschaftlich genutzt und kann über Mitgliedsbeiträge, Nutzungsbeiträge, projektbezogene Beteiligungen, Förderungen, Sponsoren und regionale Unterstützer finanziert werden, soweit das jeweilige Vereins- und Landesrecht dies zulässt.

Dadurch entsteht ein anderes Finanzierungsmodell als bei einer klassischen Dorfbäckerei: Nicht jedes einzelne Brot muss Personal, Verkaufsraum, Ladenöffnungszeiten und die gesamte betriebliche Infrastruktur finanzieren. Der modulare Aufbau soll zudem ermöglichen, Kosten für Planung, Konstruktion und technische Komponenten nicht für jeden Standort vollständig neu entstehen zu lassen.

Von einem Standort zu vielen Regionen Das Gemeinschaftsbackhaus soll mit ungefähr 36–54 m² modular aufgebaut und innerhalb von etwa zwei bis drei Wochen errichtbar sein. Das Konzept ist international gedacht. Ein erfolgreich erprobter Standort soll als Grundlage für weitere regionale Sí-Backhäuser dienen. Dabei muss nicht jedes Backhaus identisch aussehen. Jede Region kann ihre eigenen Traditionen einbringen: anderes Brot, anderes Getreide, andere Rezepte, andere Öfen – aber dieselbe gemeinschaftliche Grundstruktur.

Regionale Landwirte, Handwerker, Bäcker, Grundstückseigentümer, Gemeinden und weitere Partner können in den Aufbau eines Standortes eingebunden werden. Auch für Auswanderer und internationale Gemeinschaften kann das interessant sein. Traditionelle Brote aus der Heimat können mit regional verfügbaren Rohstoffen selbst gebacken und die dazugehörigen Kenntnisse weitergegeben werden.

Kapital für reale Infrastruktur Kapital wird beim Sí-Backhaus nicht primär benötigt, um einen klassischen Verkaufsbetrieb aufzubauen, sondern um dauerhaft nutzbare gemeinschaftliche Infrastruktur zu schaffen. Dazu gehören beispielsweise Grundstück bzw. Standort, modularer Baukörper, Holzbackofen, Getreidelagerung und Mühlentechnik sowie Wasser-, Wärme- und Energiekomponenten. Ein wesentlicher Teil der Projektentwicklung besteht deshalb darin, die Investitionskosten je Standort, laufenden Kosten, mögliche Mitgliederzahl, erforderlichen Beiträge und die Finanzierung weiterer Standorte belastbar zu berechnen.

Aufgabe von InventorCheck Über das Schwarm-Unterstützer-Modul von InventorCheck kann der benötigte Betrag für einen Standort gemeinsam zusammengebracht werden. Interessierte Menschen und zukünftige Mitglieder können sich beteiligen und damit zeigen, dass in ihrer Region genügend Unterstützung für ein eigenes Sí-Backhaus vorhanden ist. InventorCheck soll untersuchen, wie sich das Konzept an unterschiedlichen Standorten praktisch und wirtschaftlich umsetzen lässt. Dazu gehören insbesondere:

  • technische Machbarkeit und modularer Aufbau
  • Investitions- und laufende Betriebskosten
  • erforderliche Mitgliederzahl je Standort
  • Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle
  • geeignete Holzbacköfen und Ausstattung
  • Energie- und Wärmenutzung
  • regionale Getreideversorgung und Lagerung
  • Einbindung regionaler Partner
  • Betreiber- und Vereinsstruktur
  • Übertragbarkeit auf weitere Länder und Regionen
  • rechtliche Anforderungen am jeweiligen Standort

Die Grundidee Dein Dorf hat keinen Bäcker mehr? Dann muss die Backtradition nicht verschwinden. Menschen können sich zusammenschließen, gemeinsam Infrastruktur schaffen, Wissen erhalten und ihr Brot wieder selbst backen. Ein funktionierendes Backhaus kann dabei zum Ausgangspunkt für das nächste werden. One Association. Many Regions. Local Traditions. Shared Knowledge.

Unterstützt von

Ci-Climate-Systems

Projektmodell

Das Sí-Backhaus ist als internationales Vereinsmodell mit lokalen Gemeinschaften konzipiert. Ziel ist ein gemeinsamer internationaler Verein bzw. eine Dachstruktur, unter der nach und nach lokale Sí-Backhaus-Standorte entstehen. Die Mitglieder nutzen gemeinsam Backhaus, traditionellen Holzbackofen, Getreidelager, Mühlen und weitere Infrastruktur. Teig und Brote können zu Hause vorbereitet und an gemeinsamen Backtagen gebacken werden. Ein gemeinsames Anstellgut für Sauerteig kann dauerhaft im Backhaus gepflegt und von den Mitgliedern weitervermehrt werden. Lokale Gemeinschaften organisieren ihren Standort selbst, bleiben jedoch Teil des gemeinsamen Sí-Backhaus-Netzwerks.

Kosten & Finanzierung

Für das modulare Sí-Grundsystem einschließlich großer Regenwasserzisternen werden derzeit Herstellungskosten von rund 50.000 € angenommen. Hinzu kommen je nach Standort unter anderem Holzbackofen und Überdachung, Transport und Montage, Grundstücksarbeiten, Planung und Genehmigungen, technische Ausstattung sowie Innenausbau. Für ein erstes vollständiges Pilotprojekt wird derzeit mit einem Planungsrahmen von etwa 100.000–130.000 € gerechnet. Die tatsächlichen Kosten werden im weiteren Projektverlauf durch konkrete Angebote und den Pilotstandort präzisiert. Die Finanzierung kann aus Mitglieds- und Aufbau-Beiträgen, Fördermitteln, Spenden, Sponsoren und Schwarm-Unterstützung bestehen. Ein gemeinsamer Projektfonds soll langfristig dazu beitragen, weitere Sí-Backhäuser aufzubauen.

Aktueller Stand

Das Grundkonzept des Sí-Backhauses ist definiert. Das Vereinsmodell, die modulare Gebäudestruktur, das Nutzungskonzept, die regionale Getreideversorgung sowie das grundlegende Kosten- und Finanzierungsmodell sind beschrieben. Technische Unterlagen für die schraubbare Rahmenkonstruktion liegen vor. Die Kombination mit Sí-Water, Regenwasserspeicherung, Wärmenutzung des Holzbackofens und Solarthermie wird im Projekt weiter ausgearbeitet. Als nächster wesentlicher Schritt soll ein Pilotstandort im Mittelmeerraum konkretisiert und anschließend hinsichtlich Grundstück, Genehmigungen, Kosten, Fördermöglichkeiten und lokaler Partner geprüft werden.

Gesucht / Mitmachen

Für das erste Sí-Backhaus werden geeignete Pilotstandorte im Mittelmeerraum sowie Menschen und Organisationen gesucht, die das Projekt gemeinsam aufbauen möchten. Gesucht werden insbesondere Grundstückseigentümer und Gemeinden, Landwirte und regionale Getreideerzeuger, traditionelle Ofenbauer und Handwerker, Fachleute für Bau, Wasser- und Wärmetechnik, Vereins- und Steuerrecht sowie Förderprogramme. Ebenso willkommen sind zukünftige Mitglieder, Unterstützer, Sponsoren und Partner, die beim Aufbau des ersten Standorts und später weiterer Sí-Backhaus-Gemeinschaften mitwirken möchten.

Gesuchte Projektpartner

ExperteBetreiber

Öffentliche Dokumente

Öffentlich freigegebene Unterlagen zu diesem Projekt.

Projektbeschreibungapplication/pdfVersion 1.0

WIE EIN SÍ-BACKHAUS ENTSTEHT

Übersicht zum Sí-Backhaus-Konzept: von der Standortwahl und dem Aufbau über Mitglieder, Backtage und regionale Produkte bis zum internationalen Netzwerk. Das Dokument zeigt außerdem die regionale Wertschöpfung, die Aufgaben der beteiligten Partner und das Ziel eines wirtschaftlich tragfähigen Gemeinschaftsbackhauses.

Stand: 06.09.2026

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Projektbeschreibungapplication/pdfVersion 1.0

Sí-Backhaus – Internationales Gemeinschaftsbackhaus

Ausführliche Projektbeschreibung des Sí-Backhauses als internationales Gemeinschafts- und Vereinsmodell. Das Dokument beschreibt Aufbau und Nutzung des modularen Backhauses, traditionellen Holzofen, gemeinschaftlichen Sauerteig, regionale Getreideversorgung, Backabläufe und Kapazitäten, Kosten- und Beitragsmodell sowie Wasser-, Wärme- und Energienutzung. Zusätzlich werden internationale Fördermöglichkeiten, der gemeinsame Projektfonds und das Konzept zum schrittweisen Aufbau weiterer Sí-Backhäuser erläutert.

Stand: 06.09.2026

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Projektbeschreibungapplication/pdfVersion 1.0

Sí-Backhaus – Standortentwicklung, regionale Bäcker

Beschreibung des Standort- und Partnermodells für den Aufbau neuer Sí-Backhäuser. Das Dokument erläutert die Auswahl neuer Regionen anhand der tatsächlichen Mitgliederstruktur, die anschließende konkrete Standortprüfung sowie die gezielte Einbindung regionaler und ehemaliger Bäcker als vergütete Berater und Wissensträger. Behandelt werden außerdem die Vermeidung von Konkurrenz zu bestehenden Bäckereien, die Einbindung regionaler Landwirtschaft, der Erhalt traditioneller Backkultur und das Verfahren zur Auswahl mehrerer umsetzungsreifer Standorte.

Stand: 06.09.2026

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Projektbeschreibungapplication/pdfVersion 1.0

Sí-Backhaus – Betriebs- und Nutzungskonzept

Betriebs- und Nutzungskonzept für lokale Sí-Backhaus-Gemeinschaften. Das Dokument beschreibt die Organisation gemeinsamer Backtage, Reservierung und Ofenbetrieb, gemeinsames Sauerteig-Anstellgut, regionale Getreideversorgung und Mahlnutzung sowie Reinigung, Verantwortlichkeiten, Nutzungsgebühren und Versicherung. Außerdem wird die Einbindung und Vergütung erfahrener Bäcker, die Schulung von Mitgliedern, die Nutzung der Ofenwärme sowie die Dokumentation des ersten Referenzbetriebes als Grundlage für weitere internationale Standorte behandelt.

Stand: 06.09.2026

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